Top 5 Momente in der Österreichischen Bundesliga 2022

Die Österreichische Bundesliga kann sowohl in Sachen Popularität als auch in Sachen Sponsorengelder und Transfersummen nicht mit der Deutschen Bundesliga, der englischen Premier League oder der spanischen Primera Division mithalten. Aber auch die Österreichische Bundesliga hatte 2022 so einige Highlights zu bieten.

Die Entwicklung der Österreichischen Bundesliga ist bemerkenswert. Auch wenn der RB Salzburg bei vielen Fans aufgrund des Energydrink-Herstellers im Namen nicht sehr beliebt ist, kann man wohl nicht bestreiten, dass Red Bull und RB Salzburg die Liga noch professioneller und international konkurrenzfähiger gemacht haben. Nicht umsonst ist die Österreichische Bundesliga mittlerweile auch ein spannender Wettmarkt, auf den man heutzutage bei fast jedem Casino seriös wetten kann.

Austria Wien gibt das Aus des Trainers Manfred Schmid bekannt

Der Admiral-Bundesligist, die Wiener Austria, hat kurz vor Jahresende bekanntgegeben, dass man sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Manfred Schmid getrennt hat. Als Gründe dafür werden “Auffassungsunterschiede in wesentlichen sportlichen Fragen” genannt. Der Verein hat nun begonnen, nach einem Nachfolger für den 51-jährigen Schmid zu suchen.

Der Fußballklub AW hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Manfred Schmid getrennt, nachdem die Ergebnisse in der aktuellen Saison enttäuschend waren. Im Vergleich zur vorherigen Spielzeit, in der die Mannschaft überraschend den dritten Platz belegte, hat die Talfahrt begonnen. In einer Aussendung teilte der Verein mit, dass man die Herbstsaison "eingehend analysiert" habe und dass die Analyse Handlungsbedarf in einigen Bereichen aufzeige, damit die sportlichen Ziele erreicht werden.

Die Entscheidung, sich von Schmid zu trennen, wurde von der Führung des Fußballclubs getroffen, da sie eine bestimmte Art vom Spiel sehen möchte, die Schmid nicht unterstützt. Schmid selbst betonte, dass er nicht der richtige Trainer dafür sei und dass es für alle Seiten am besten sei, den Vertrag sofort aufzulösen. Er bedankte sich bei den Spielern, Fans, Mitarbeitern und Verantwortlichen der Wiener Austria für die Erfolge, die sie während seiner eineinhalbjährigen Amtszeit erreicht haben. Schmids Vertrag wäre noch bis Saisonende gelaufen und hätte sich bei einer Europacup-Teilnahme automatisch verlängert. Es gab jedoch seit Monaten Unstimmigkeiten zwischen Schmid, Sportdirektor Manuel Ortlechner und Klub-Investor Jürgen Werner.

Barisic feiert Doppelsieg gegen ehemaligen Trainer Kühbauer mit Rapid Wien

Der Sportklub Rapid Wien hatte sich in einem mitreißenden Spiel gegen den LASK durch eine starke Leistung durchgesetzt und einen 1:0 Sieg errungen. Dieser Sieg brachte Rapid Wien auf den vierten Platz. Barisic bestand das emotionale Duell gegen seinen früheren Trainer Didi Kühbauer erfolgreich. Es ist auch erwähnenswert, dass die Leistung vom Verein in diesem Spiel die beste der Saison war und es zeigt die Fortschritte und die Entwicklung, die sie gemacht haben.

RW begann das Spiel stark und setzte den LASK unter Druck, indem sie früh das Kommando übernahmen. Thorsten Schick hatte die erste große Chance, aber sein Schuss war zu schwach. Der LASK hatte Schwierigkeiten, seine Angriffe präzise auszuführen und das Talente-Duo von Leo Querfeld und Martin Moormann hatte alles im Griff. Rapid Wien bot den Fans eine gepflegte Spielweise mit Fokus auf Spielkontrolle. Obwohl es in Details noch Verbesserungspotential gab, wie bei einem Kopfball von Ferdy Druijf, der besser von Guido Burgstaller aufgenommen worden wäre. Die Offensivkräfte kombinierten perfekt, als Burgstaller das entscheidende Tor schoss. Es war sein zehntes Tor seit seiner Rückkehr zum Verein im Sommer und das erste 0:1 für die Mannschaft von Kühbauer.

Kerschbaum mit dem Tor des Jahres

Der Admira-Mittelfeldspieler Roman Kerschbaum hat das Rennen um das Tor der Saison für sich entschieden. Es ist besonders bemerkenswert, dass er ausgerechnet gegen seinen zukünftigen Klub, den SK Rapid Wien, das Tor erzielt hat. Der Freistoß wurde wirklich perfekt von Kerschbaum getreten und der Ball flog direkt in den Winkel. In der 7. Runde erhielt er 2.316 Stimmen (31,9%) von insgesamt 7.000 abgegebenen Stimmen. Auf dem zweiten Platz landete Michael Liendl vom WAC mit 1.810 Stimmen (24,9%) und auf dem dritten Platz Sarkaria mit 1.440 Stimmen (19,8%) für seinen beeindruckenden Treffer gegen die Wiener Austria.

RB Salzburg – Mal wieder

Ähnlich wie in der Deutschen Bundesliga ist es auch in Österreich so, dass man den Rekordmeister nur äußerst schwer von der Spitze verdrängt bekommt. Und so konnte sich der RB Salzburg auch die neunte Meisterschaft in Serie sichern. Insgesamt 12 Zähler Vorsprung rundeten die bisher beste Saison des Vereins ab. Nur zwei Niederlagen erlitten die Bullen in der gesamten Spielzeit. Dennoch war die Meisterfeier natürlich auch nicht langweilig und jede Saison ist etwas Spezielles. Aktuell sind die Salzburger eine Klasse für sich und so schnell sieht es nicht so aus, als würde jemand dies ändern können.

Der Shootingstar und Publikumsliebling ist sicherlich Karim Adeyemi. Auch wenn er in der deutschen Nationalelf noch nicht besonders häufig eingesetzt wurde, sehen Experten großes Potenzial in ihm, was er auch immer wieder in der Liga unter Beweis stellt. Torjäger oder Vorbereiter - in beiden Rollen konnte der 20-Jährige glänzen. Zum ersten Mal konnte mit dem RB Salzburg auch eine österreichische Mannschaft das Achtelfinale in der Champions League erreichen. Bei Bayern München wurde man dann abgefertigt, aber dennoch kann dieser Erfolg den Salzburgern nicht mehr genommen werden. Adeyemi nutzt derweil seine Beliebtheit und startet einen eigenen Podcast.

Jakob Jantscher

Sturm Graz und Jakob Jantscher: Das gehört einfach zusammen. Nachdem der Stürmer vor zehn Jahren die Krone der Torschützenjäger aufgesetzt bekommen hatte, wurde er in 2021/22 zum Spieler der Saison gewählt. Diese Kontinuität sucht seinesgleichen und dürfte für jeden Fan große Inspiration bieten. Obwohl er immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, verlor er an Popularität nicht. Seinen Vertrag bei Sturm Graz verlängerte der Spieler bis 2024. Als Identifikationsfigur bleibt der 33-Jährige dem Verein also noch eine Weile erhalten und zeigt nach wie vor, dass er hungrig nach Siegen und Erfolgen ist. Für die Grazer hat Jantscher schon über 180 Ligaspiele absolviert und dabei 56 Tore und 69 Vorlagen erzielt. Als Führungsspieler kann er auch ein Vorbild für junge Spieler darstellen.