22 Vereine haben um Lizenz angesucht
Am gestrigen Mittwoch, den 15. März 2017 endete die Abgabefrist für die Lizenzanträge zur Saison 2017/18. Dabei sind insgesamt 22 Anträge eingegangen: Alle 20 Bundesliga-Klubs sowie 2 Klubs aus den Regionalligen* haben ihre Lizenzantragsunterlagen fristgerecht eingereicht.
Im Rahmen der Vollständigkeitsprüfung werden heute etwaig fehlende Unterlagen mit Nachfrist 20.03.2017 urgiert, womit diese erste Phase abgeschlossen ist. In den folgenden Wochen erfolgt die Überprüfung der Unterlagen durch die Bundesliga-Lizenzadministration und den unabhängigen Senat 5. Eine Entscheidung des Senat 5 in erster Instanz ist bis spätestens 2. Mai 2017 zu erwarten, schreibt die Bundesliga in einer Aussendung.
Ablauf der weiteren Instanzen
Sollte einem Antragsteller in erster Instanz die Lizenz nicht erteilt werden können, so kann dieser innerhalb von zehn Tagen ab Beschlusszustellung Protest beim Protestkomitee einbringen. Dabei besteht die Möglichkeit, neue Nachweise der (wirtschaftlichen) Leistungsfähigkeit vorzubringen. Sollte die Lizenz auch vom Protestkomitee verweigert werden, hat der Lizenzbewerber noch die Möglichkeit, beim Ständigen Neutralen Schiedsgericht zu klagen.
Das Schiedsgericht ist kein Gremium der Österreichischen Fußball-Bundesliga, sondern entscheidet – endgültig – anstelle eines ordentlichen Gerichts. Abgeschlossen wird das Lizenzierungsverfahren mit der Meldung der lizenzierten Klubs an die UEFA bis 31. Mai 2017.
Man kann davon ausgehen, dass wir kommende Saison 20 Klubs für beide Ligen haben werden
Gibt es genug Vereine für die Sky Go Liga?
Welche Vereine aus der Regionalliga angesucht haben, ist nicht bekannt, vermutlich werden es Hartberg und Ritzing sein. In den vergangenen Tagen gab es die Befürchtung, dass es möglicherweise nicht genügend Vereine für die beiden Profiligen geben wird. Dazu sagt Bundesliga-Vorstand Reinhard Herovits vor einigen Tagen im Interview mit 90minuten.at: „Generell ist die Anzahl der Bewerber in den vergangenen Jahren zurückgegangen, was wir aber durchaus positiv sehen, da es einfach nicht mehr jeder Klub auf gut Glück versucht. Es gibt einfach mehr Bewusstsein zu diesem Thema. In den letzten Jahren gab es meistens 5-6 Bewerber, mehr werden es wohl dieses Mal nicht werden. Selbst wenn es nur zwei bis drei Bewerbungen geben sollte und die Erfahrung gezeigt hat, dass ein Bewerber die Lizenz nicht bekommt, kann man also davon ausgehen, dass wir kommende Saison 20 Klubs für die beiden Ligen haben werden“, sagt Liga-Vorstand Reinhard Herovits im Gespräch mit 90minuten.at.
Für den Fall, dass es dennoch zu wenige Klubs geben sollte, hat die Liga vorgesorgt und bereits im vergangenen Jahr per Beschluss verfügt, dass auch Amateurmannschaften von Klubs der Tipico-Bundesliga in der Sky Go Ersten Liga spielen könnten. Hier gelten vor allem aufgrund der aktuellen sportlichen Situation die Amateure der Wiener Austria als erster Kandidat (siehe: Notfallszenario: Spielen Austria Amateure kommende Saison in der Sky-Go-Ersten-Liga?)