Habgier: Mutmaßlicher BVB-Bomber gefasst
Die Polizei hat zehn Tage nach dem Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund einen Tatverdächtigen festgenommen.
Wie die Bundesanwaltschaft am Freitagmorgen mitteilte, handelt es sich dabei um einen 28-jährigen jährigen deutschen und russischen Staatsangehörigen Sergej W. Die Polizei hat den Verdächtigen am Freitag im Raum Tübingen gefasst, weil er in Verdacht steht, den Anschlag am 11. April 2017 ausgeübt zu haben.
Das Motiv des Verdächtigen soll Habgier gewesen sein. Mit dem Bombenanschlag wollte er einen Kurssturz der BVB-Aktie bewirken. Zuvor hat der Verdächtige eine Optionsschein gekauft und einen Gewinn von bis zu 3,9 Millionen Euro erzielen können.
Nach SPIEGEL-Informationen hatte der Verdächtige einen Verbraucherkredit aufgenommen und 15.000 Optionsscheine gekauft. "Dazu nutzte er nach Erkenntnissen der Ermittler die IP-Adresse des BVB-Mannschaftshotels L'Arrivée, in dem er sich kurz vor dem Anschlag aufgehalten hatte. Bei der Buchung des Zimmers im März soll der Beschuldigte einen Raum mit Blick auf den späteren Anschlagsort verlangt haben, womöglich löste er von dort über Funk die Detonation der drei Sprengsätze aus", berichtet der Spiegel.
Dortmund reagiert auf Festnahme
"Die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft, des Bundeskriminalamts und der nordrhein-westfälischen Polizei wurden sehr intensiv und mit Hochdruck geführt. Dafür bedanken wir uns in aller Form und hoffen, dass in dem Tatverdächtigen nun der Verantwortliche für den niederträchtigen Anschlag auf unsere Spieler und Staff-Mitglieder gefasst werden konnte", werden Klubchef Hans-Joachim Watzke und Präsident Reinhard Rauball in einer Mitteilung zitiert.