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| "Causa Admira": Altach über Verzögerungstaktik der Bundesliga empört |
| Sportsbusiness - Fußball |
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Der Senat 5 der Österreichischen Fußball-Bundesliga - unter dem Vorsitz von Dr. Thomas Hofer-Zeni - hat sich gestern, Donnerstag-Abend, in der "Causa Admira" bzgl. doppelte Verträge für Spieler vertagt. Für heute, Freitag, 1. Juli 2011, wurden weitere Beratungen angesetzt. Mit einer Entscheidung ist Freitag Nachmittag, gegen 16 Uhr, zu rechnen.
Der SCR Altach hat prompt darauf reagiert: Wie Sie alle wissen, werden durch die weitere Verzögerung einer Entscheidung des Senat 5 die weiteren rechtlichen Möglichkeiten des SCR Altach (neben der Verwehrung der Akteneinsicht sowie der Parteistellung) nunmehr auch zeitlich erheblich eingeschränkt.
Da die Einhaltung des verbandsinternen Instanzenzuges (Anrufung der Schlichtungseinrichtung der Österreichischen Fußball-Bundesliga) in zeitlicher Hinsicht vor Beginn der Spielsaison 2011/2012 am 11. Juli 2011 keine endgültige Entscheidung mehr bringen würde, verbliebe dem SCR Altach eigentlich nur noch – die grundsätzlich eigentlich unzulässige – direkte Anrufung des Ständig Neutralen Schiedsgerichtes mit Sitz in Wien in Form der Einbringung einer Schiedsklage.
Die Verfahrensordnung des Ständig Neutralen Schiedsgerichtes (welches einem ordentlichen Gericht nahezu gleich kommt) sieht nunmehr aber vor, dass dieses eine dort eingelangte Klage samt Beilagen mittels Einschreiben an die beklagte Partei (möglicherweise die Österreichische Fußball-Bundesliga) zustellen muss und diese dann gleichzeitig aufgefordert wird, binnen einer Woche eine entsprechende Klagebeantwortung beim Ständig Neutralen Schiedsgericht einzubringen.
Da nunmehr aber der Senat 5 seine Entscheidung auf Freitag, 16.00 Uhr, angekündigt hat, könnte also eine allfällige Klage des SCR Altach gegen diese Entscheidung des Senates 5 (natürlich je nach dem tatsächlichen Inhalt und der Begründung der Entscheidung, soweit überhaupt veröffentlicht) erst nach der mitgeteilten Verkündung um 16.00 Uhr verfasst werden. Selbst wenn diese Klage – auch bereits im formalen Grundgerüst für diesen Fall vorbereitet ist – kann diese frühestens so zwischen 18.00 und 19.00 Uhr vorab per Telefax an das Ständig Neutrale Schiedsgericht überreicht werden. Eine Übermittlung dieser Klage durch das Schiedsgericht an die beklagte Partei (möglicherweise die Österreichische Fußball-Bundesliga) könnte also wohl erst am Montag veranlasst werden, sodass mit einer Zustellung per Einschreiben möglicherweise erst am Dienstag zu rechnen ist. Die beklagte Partei hat dann das Recht, binnen einer Woche eine Klagebeantwortung zu erstellen. Dies wäre also ca. bis längstens Dienstag, den 12.07.2011 oder noch später. Sollte – wie normalerweise üblich – eine der Parteien eine mündliche Verhandlung beantragen, wären noch einmal zumindest zwei bis drei Tage einzurechnen, sodass mit einer endgültige Entscheidung des Schiedsgerichtes vor dem Donnerstag, den 14.07.2011, wohl nicht zu rechnen wäre.
Bekanntlich ist das erste Spiel von SCR Altach von der Bundesliga aber bereits auf Montag, den 11.07.2011 terminisiert worden. Daraus ist erkennbar, weshalb die neuerliche Verzögerung der Entscheidung des Senat 5 der Bundesliga auf heute Freitag-Abend dem SCR Altach faktisch fast alle aktiven Rechtsmöglichkeiten zu einer abschließenden restlosen Klärung der causa „Doppelverträge" FC Admira Wacker noch vor Beginn der Spielsaison am 11.07.2011 nimmt.
Die vorliegende Situation würde es also auch bedingen, dass der SCR Altach aufgrund der vorliegenden Konstellation nahezu gezwungen wäre, einen Antrag auf einstweilige Verfügung (durch sichernde Maßnahmen) einzubringen. Nicht nur der Österreichischen Fußball-Bundesliga dürfte bekannt sein, dass die Erlangung einer derartigen einstweiligen Verfügung mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist und nur in seltenen Fällen „durchgeht". Vor allem dann, wenn man auch keine Akteneinsicht hat und daher auch keine vollständigen Beweismittel zur Verfügung stehen. Die „faktische Übermacht" der Österreichischen Fußball-Bundesliga gegen Mitglieder, die ihre Rechte wahrnehmen, wird einem gerade als Vorarlberger Verein aus dem fernen Westen wieder einmal sehr deutlich vor Augen geführt.
Wir haben uns aber entschlossen, diese Angelegenheit – möglicherweise auch erst nach Beginn der Spielsaison – aufzuklären und werden daher (vorbehaltlich anderer interner Meinungsbildung) wohl an diesem eingeschlagenen Weg festhalten, wenn dies jedoch auch immer beschwerlicher wird.
Wir ersuchen um Verständnis, dass wir die angestrebte Klärung im Interesse des Österreichischen Fußballs noch vor Beginn der Saison trotz aller Anstrengungen und Mühen unsererseits vermutlich nicht schaffen werden. An uns wäre dies jedenfalls nicht gelegen. Wir werden aber trotzdem „am Ball" bleiben.
Hintergrundinfo: Altach bekommt keine Akteneinsicht: Zwischenzeitliche Entwicklung in der Causa Admira Like it? Share it! |








