Dienstag, den 21. Februar 2012 um 08:38 Uhr    PDF Drucken E-Mail
Das kuriose Rechtsverständnis von Heute und Frenkie Schinkels
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Blog - 90minuten-Web2.0-Tagebuch

heute_kartnig"Fünf Jahre Haft! Das Urteil gegen Hannes Kartnig geht mir nicht aus dem Kopf. Hier wird ein Exempel statuiert und ein Mensch zerstört". So fängt der Artikel von Frenkie Schinkels in seiner Heute-Kolumne an. Dabei ist sich Schinkels sicher: "99 Prozent der Österreicher empfinden dieses Urteil als zu hart". Hm, wir sind uns sicher: 99 Prozent unserer Leser wissen, dass das ein Blödsinn ist.

 

Aber Schinkels hat natürlich auch "Gründe", warum die Strafe gegen Kartnig zu hoch ausfällt: "(...) Dafür sollte er bestraft werden - aber nicht so. Kartnig hat für Österreichs Fußball Großes geleistet. Er hat Ivica Osim geholt, hat uns mit Sturm große Momente beschert. Davon hat auch das Nationalteam profitiert. Und während jene, die dank ihm gefeiert und verdient haben, frei sind, muss er jetzt ins Gefängnis".

 

Dem noch nicht genug, legt Klaus Pfeiffer in einem begleitenden Artikel nach. In seinem Artikel steht geschrieben: "(...) Ab heute erholt sich der 60-Jährige von den Gerichtsstrapazen in einer Schärdinger Kurklinik - und ärgert sich weiter über das drakonische Urteil. Zu Recht, wie ein Justiz-Experte meint: 'Im Vergleich zu Gewaltdelikten werden Vermögensdelikte bei uns besonders hart bestraft."

 

Wir fassen also zusammen: Kartnig hat so eine harte Bestrafung nicht verdient, weil er ja mit seinen strafbaren Handlungen so viel tolles für den österreichischen Fußball geleistet hat. Das hebt sich dann quasi auf: Ok, er hat Scheisse gebaut, aber er war doch so wichtig für Sturm Graz - ein Unentschieden also. Abgesehen davon ist auch der anonyme "Justiz-Experte" der Meinung, dass die Strafen bei Vermögensdelikten im Vergleich zu Gewaltdelikten viel zu hoch sind.

 






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