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| Alles nur Fassade: Die gespielte Sicherheit des Peter Pacult |
| Blog - Nationalteam |
Einer meiner Söhne ist 5 Jahre alt. Wenn er bei einer Diskussion mit seinen Eltern (also mit mir) oder anderen Personen (=Kinder) unsicher wird, wird er lauter und versucht die Situation ins Lächerliche zu ziehen.
Peter Pacult ist 51 Jahre alt. Wenn Pacult bei einem Thema in einer Diskussion unsicher wird, wird er lauter und versucht die so eben besprochene Frage bzw. Thematik ins Lächerliche zu ziehen.
Das hört sich dann so sinngemäß so an: „Der eine Trainer redet zu viel mit den Spielern, der andere zu wenig. Die Wahrheit liegt doch am Platz und der Spieler muss dort seine Leistung bringen. Alles andere wird von den Medien doch nur hochgespielt. Wenn der Spieler am Ende des Monats auf seinen Kontoauszug schaut, ist alles wieder gut."
Vielleicht sollte Pacult einmal bei Personen wie Sebastian Deisler oder Markus Miller nachfragen. Vielleicht aber auch bei seinem Trainerkollegen Ralf Rangnick.
Egal! Das Publikum im Hangar 7 ist begeistert, klatscht. Pacult lacht und wird drei Köpfe größer - fühlt sich bestätigt. Egal wie konstruktiv die anderen drei – Stöger, Moniz und Toni Huemer (Sportwoche) – auch noch diskutierten. Pacult schaffte es immer wieder, die Diskussion auf Stammtischniveau zurückzuholen.
Keine Frage: Pacult hat als Trainer für österreichische Verhältnisse relativ viel erreicht, er ist mit Rapid Meister geworden, hat in der Europa League für die beiden Wunder von Birmingham gesorgt und in der EL-Gruppenphase für die eine oder andere Überraschung verantwortlich gezeichnet.
Pacult´s Trainerstil ist somit ziemlich das Gegenteil von den Vorstellungen, die Marcel Koller über einen Trainerjob hat. Kann also nicht gut sein, dieser Koller. Noch dazu hat er ja zwei Jahre jetzt keinen Job gehabt und Österreicher würden sich als Teamchef ebenfalls anbieten - meint Pacult.
Zurück zur Unsicherheit Pacults: Bei der gestrigen Diskussion auf ServusTV im Hangar 7 ließ sich Pacult nur sehr selten auf eine konstruktive Diskussion ein. Meistens lenkte er vom konkreten Thema ab („Medien übertreiben alles heutzutage und müssen alles kommentieren was man tut und vor allem was man nicht tut") oder er machte sich über konkrete Fragestellungen lustig. Ein Beispiel: „Marcel Koller ist nur deswegen Teamtrainer geworden, weil er kleiner ist als Leo Windtner." Die Menge tobte und applaudierte. Ein Schenkelklopfer.
Diese Unsicherheit hat damit zu tun, dass sich der Trainer-Typ, den Pacult verkörpert, am absteigenden Ast befindet. Peter Stöger und Ricardo Moniz deuteten es gestern an. Ein Trainer muss heutzutage mehr sein als bloß ein Trainer, der die Spieler aufs Feld schickt, in der Pause zur Schnecke macht und nach dem Spiel über Sieg oder Niederlage philosophiert.
Es sind als Tugenden und Fähigkeiten gefragt, die sich Pacult nicht aneignen will.
Für Pacult mag die gestrige Diskussion ob der teils erfreuten Reaktion des Publikums ein Erfolg gewesen sein.
Langfristig wird der ehemalige Rapid-Trainer jedoch über den Tellerrand blicken und seinen Horizont erweitern müssen, um auch noch in 10 oder 15 Jahren relevante Trainerjobs zu ergattern. Bei meinem Sohn bin ich übrigens davon überzeugt, dass er noch dazulernen wird. Doch wird Pacult diese "Mission Impossible" gelingen und dazulernen? Like it? Share it! |



Einer meiner Söhne ist 5 Jahre alt. Wenn er bei einer Diskussion mit seinen Eltern (also mit mir) oder anderen Personen (=Kinder) unsicher wird, wird er lauter und versucht die Situation ins Lächerliche zu ziehen.
Pacult hat seinen Trainerstil, den er wohl auch nicht mehr ändern wird – es ist zumindest aus jetziger Sicht nicht zu erwarten. Es ist ein Stil wie man ihn noch aus Happels Zeiten kennt: Nur nicht viel herumreden, die Spieler müssen das selbst schaffen. Auf Gefühle kann man keine Rücksicht nehmen. Und: Was die anderen über mich denken, ist mir ziemlich egal.







