Donnerstag, den 25. August 2011 um 09:26 Uhr    PDF Drucken E-Mail
'Trottel-Causa': Leo Windtner steckt den Kopf in den Sand
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Blog - Nationalteam

die_91_minuten"Bei allem Verständnis über Ihre Verärgerung nach der vorgestrigen – vorzeitig beendeten - Pressekonferenz darf ich Sie im Gegenzug um Ihr Verständnis bitten, dass wir diese Causa nicht weiter öffentlich kommentieren möchten und werden. Sie dürfen sicher sein, dass wir intern mit allen Beteiligten des ÖFB sehr ernsthaft über die Begleiterscheinungen der gestrigen Veranstaltung sprechen werden. Wir bedauern selbstverständlich - nach eingehendem Anhören und –sehen der Videoaufzeichnung - die gewählte Ausdrucksweise, möchten aber darauf hinweisen, dass das kurze „Gespräch" von Franz Wohlfahrt und Manfred Zsak nach dem Ende der offiziellen Pressekonferenz stattfand und der Inhalt in keinster Weise für Dritte bestimmt war."

 

Dieses Statement ließ uns Leo Windtner, der sich gerade auf dem Weg nach Paris zum Homeless World Cup befindet, auf unsere vier Fragen übermitteln, die wir ihm gestern, Mittwoch gestellt hatten.

 

Warum hatten wir ihm diese vier Fragen gestellt? Nicht, weil wir wegen des Trottel-Sagers beleidigt wären. Nein, eigentlich im Gegenteil: Das lässt uns eigentlich ziemlich kalt. Wir wollten auf die dadurch entstandene Außenwirkung des ÖFB anspielen, die derzeit ein ziemlich unprofessionelles Bild abgibt. Didi Constantini bricht Pressekonferenzen ab, Manfred Zsak und Franz Wohlfahrt beschimpfen einen 90minuten.at-Journalisten. All dies passiert noch dazu vor den Kameras des ZDF - und die ZDF-Redakteure können nicht glauben, was sie so eben erlebt haben.

 

Wir haben diese Fragen gestellt, weil wir uns wie viele andere Fans gedacht haben: "Das kann es doch nicht sein, oder? Ist das ein professionell geführter Verband?" Und ohne jetzt mit den Sponsoren persönlich gesprochen zu haben, denke ich jedoch, dass diese mit dem Trottel-Sager in Verbindung mit den Sponsoren-Logos im Hintergrund auch nicht gerade "amused" gewesen sind.

 

Was soll man einem deutschen Kollegen noch sagen, der nach der Pressekonferenz zu mir meinte: "Ihr habt dem Namen Operettenliga heute aber wieder alle Ehre gemacht". Man kann nur schweigend zustimmen. Oder wie würde es Stefan Maierhofer vielleicht formulieren? "Das ist Fußball - für Österreich". Oder um eher einen nicht weiter relevanten Politiker einer nicht weiter nennenswerten Partei zu zitieren: "Gute Nacht Österreich".

 

Leo Windtner steckt also den Kopf in den Sand. Wie ein Kind im Kindergarten. Schön, dass er zumindest intern sogar "sehr ernsthaft über die Begleiterscheinungen der gestrigen Veranstaltung" sprechen will. Wen juckt das noch? Zsak, Wohlfahrt und Constantini werden bald ÖFB-Geschichte sein und werden die Kopfwäsche über sich ergehen lassen.

 

Der Öffentlichkeit - so die Meinung Widntners - ist der ÖFB aber anscheinend keine Rechenschaft schuldig. Das ist falsch, wie auch Thomas Pöll von sportnet.at gestern bereits in dem äußerst treffenden Kommentar "Das Ö-Team ist kein Privatspielzeug" bemerkte.

 

Diese Antwort zeigt, dass es an der Zeit ist, nicht nur einen Wechsel von Constantini, Zsak und Wohlfahrt zu fordern. Nein, diese Antwort und die Entwicklung der letzten Jahre zeigen, dass es an der Zeit ist, dass die Verantwortungsträger im ÖFB ihren Hut nehmen. Ja ich weiß - es ist eine Forderung, die nicht in Erfüllung gehen wird.

 

Gigi Ludwig wird seinen Sessel erst dann räumen, wenn er in Pension geht. Und dass Leo Widntner von sich aus zurücktritt ist ungefähr genauso wahrscheinlich wie wenn sich Österreich für die Euro 2012 qualifizieren wird.

 

Bis dahin müssen wir die Hoffnung auf Besserung, die Hoffnung, dass Jobs und Aufträge ausschließlich aufgrund von Qualitätsmerkmalen vergeben werden, begraben.

 

In diesem Sinne: Ja, wir sind und bleiben eine Operettenliga. Es ist frustrierend!






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