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| Die offizielle Rücktritts-Forderung an Constantini |
| Blog - Nationalteam |
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Nein, ich habe mich heute früh nicht verhört als Edi Finger Junior im Radio von einem guten Spiel der Österreicher sprach. Sinngemäß verlor Österreich trotz der guten Leistung vor allem in der zweiten Hälfte. Ich dachte zunächst, ob ich gestern ein anderes Spiel gesehen habe. Doch nachdem ich den Standard gelesen hatte, war ich beruhigt. Nicht nur ich habe gestern zum wiederholten Male ein schwaches Spiel der Österreicher gesehen. „Die niedrigen Erwartungen konnten nicht ganz erfüllt werden“, schrieb Standards Christian Hackl gleich im ersten Satz, was die gestrige Partie gegen die Schweiz auf den Punkt bringt.
Kein Stempel, keine Linie, keine Taktik Leider! Die Erwartungen in Bezug auf das österreichische Nationalteam sind von mir seit ein paar Monaten nach unten geschraubt worden. Und zwar nicht, weil Österreich keine guten Spieler zur Verfügung hätte. Nein! Sondern deswegen, weil es Constantini seit eineinhalb Jahren nicht schafft, dem Team (s)einen Stempel und eine halbwegs konstante Taktik aufzudrücken und einen Stamm zu formen. Das Nationalteam hat seit Beginn der Amtszeit Constantinis keine, für mich erkennbare positive Entwicklung gemacht. Im Gegenteil: Das jetzige Team würde dem Euro-2008-Team unterliegen.
Katastrophale Personalpolitik Abgesehen vom fehlenden Stempel werden potenziell gute, in international guten Ligen tätige Spieler mit diversen Ausreden (z.B. Ivanschitz: zunächst keine Spielpraxis -> dann nicht fit -> im Herbst hole ich ihn nicht mehr -> schlussendlich im Frühjahr 2010: ich vertraue jetzt auf die Spieler vom letzten Jahr, daher ist er nicht dabei) vom Team ferngehalten. Andererseits werden Kicker auf Positionen aufgestellt, auf denen sie zuletzt in der U12 gespielt haben und dürfen sich dann nach dem Spiel die verbale Watschen von Constantini abholen, weil die Leistung nicht gestimmt hat.
Ausreden, echte Ausreden Dass diese Ausreden auch wirklich Ausreden sind, merkt man an diversen anderen Spielern, die das Vertrauen von Constantini bekommen. Nehmen wir Jimmy Hoffer her: natürlich hat Jimmy enormes Potenzial (übrigens wie Ivanschitz auch), doch der Stürmer in den Diensten des 1. FC Kaiserslautern hat sein letztes Pflichtspiel wann absolviert? Egal, im Team ist er dabei, obwohl er keine Spielpraxis hat und letztes Jahr auch nicht dabei war. Von wegen, ich vertraue den Spielern, die letztes Jahr dabei waren.
Nur nicht auffallen Dem Team fehlt der Häuptling wie der Kurier vor ein paar Tagen erkannt hat. Constantini schart nur Indianer um sich, jedoch keine Spieler, die auf den Tisch hauen und ihre Meinung sagen. Nur nicht auffallen, könnten man den jetzigen Teamspielern als Tipp geben, wenn sie länger und dauerhaft unter Constantini spielen wollen. Wenn ein Spieler auf die Idee kommt, Konturen zu zeigen, wird er systematisch abserviert. Garics kann ein Lied davon singen. Apropos Garics: er wurde vor wenigen Tagen um drei (!) Mio. Euro nach Bologna verkauft. Aber auf die Serie-A-Erfahrung können wir verzichten, ist zumindest Constantini überzeugt. Wer die gestrige Leistung unserer Verteidigung objektiv analysiert, könnte jedoch zu einer anderen Meinung kommen.
Angriff und Ablenkung Doch irgendwie hat es Constantini bisher recht gut geschafft, von diesen Problemen herrlich abzulenken. So hat die „Causa Ivanschitz“ das Jahr 2009 beherrscht, eine konstruktive Diskussion über die Entwicklung des Nationalteams fiel in diesem Jahr aus. Auch im heurigen Jahr gab es immer wieder Versuche, von einer konstruktiven Diskussion über das Team abzulenken. So regte Constantini erst vor wenigen Tagen an, „mehr Tage mit dem Team verbringen zu wollen“, da es sonst schwierig sei, sich mit dem Team weiterzuentwickeln. Besser spät als nie könnte man Constantini immerhin zugute halten. Immerhin wurde jetzt von 13. – 18. Dezember ein Teamlehrgang beschlossen, der jedoch obsolet wird, wenn es doch der eine oder andere österreichische Verein hoffentlich in die Gruppenphase schaffen sollte. Auf kritische Journalistenfragen reagiert Constantini mit Gegenangriff, um von der eigentlichen Frage abzulenken. Die meisten Medien schlucken dies dann.
Die offizielle Rücktritts-Forderung Am 7. September trifft Österreich in Salzburg auf Kasachstan, am 8. Oktober folgt ein weiteres Heimspiel gegen Aserbaidschan. Mit den bisher gezeigten Leistungen im Jahr 2010 könnten diese beiden Heimspiele gewonnen werden, bei schlechter Verfassung jedoch auch peinliche Unentschieden oder Niederlagen zu befürchten sein. Unser Fazit: 16 Monate Constantini haben uns nicht weitergebracht, es gibt keinen Grund, warum sich dies in den folgenden 16 Monaten (Euro-2012-Qualifikation) ändern sollte. Unter dem Motto „besser spät als nie“ richten wir hiermit die offizielle Rücktrittsforderung an Constantini bzw. die Forderung an den ÖFB zu handeln. Es kann nicht wirklich schlechter werden. Wir haben natürlich auch einen Vorschlag für die Nachfolge: Andreas Herzog! Like it? Share it! |















