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| Führungslose Liga? Der TV-Streit um das 300. Wiener Derby der keiner sein dürfte |
| Blog - Ö-Bundesliga |
Ein Artikel im Kurier (Wiener Derby wird zum TV-Zankapfel) hat einen „TV-Streit" um das 300. Wiener Derby an die Öffentlichkeit gebracht. Dabei dürfte dieser Streit eigentlich gar kein Streit sein, sofern die Geschäftsstelle der österreichischen Bundesliga ihre Vertragspartner gleichermaßen zur Einhaltung der Verträge hinweisen würde.
Hintergrund - der Kurier berichtet: Die Liga sowie die TV-Rechteinhaber Sky und ORF konnten sich noch nicht einigen, welche Paarung am 19. Februar das Sonntag-Livespiel sein wird. In der zweiten Frühjahrsrunde stehen einander zum 300. Mal Rapid und Austria gegenüber. Eine Partie, die der ORF natürlich liebend gerne übertragen würde. Kann er aber nicht. Warum? Weil an diesem Sonntag (jener Tag, an dem der ORF die Live-Übertragungsrechte hat) die Partie Salzburg gegen Sturm „stattzufinden hat". Das liegt wieder daran, dass Salzburg am Donnerstag davor Europe League spielt und daher danach zwei spielfreie Tage hat. Und der Vertrag zwischen Bundesliga, Sky und ORF schreibt außerdem vor, dass am Samstag, sofern möglich, vier Partien stattfinden müssen. Daher findet das 300. Wiener Derby am Samstag statt.
Die Rechtslage ist also klar. Ein Streit, der von Seiten des ORF begonnen wurde, müsste daher gar keiner sein. Der ORF verlangt also von Sky, auf sein „Recht" zu verzichten, damit der ORF Quote machen kann. Nebeneffekt: Sky würde damit auf mächtig viel Quote verzichten. Eh klar: Wenn das Derby im öffentlich-rechtlichen parallel ORF läuft, werden weniger auf Sky sehen.
Im Kurier-Artikel steht weiter: Bei der Bundesliga gibt man sich in der Causa wenig auskunftsfreudig. "Ich kann dazu nichts sagen, weil die Gespräche laufen", meint Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer, der für den Spielbetrieb zuständig ist, im Kurier. Noch in dieser Woche soll zwischen den drei Parteien weiterverhandelt werden.
Natürlich wäre es für viele nicht Sky-Abonnenten schön, das Derby im Free-TV zu sehen. Aber genau das ist auch das Geschäftsmodell eines Pay-TV-Senders. Inhalte zu haben, die andere nicht haben. Dafür zahlen sie der Liga auch viel Geld. Daher kann man den Vertrag nicht immer so umbiegen, wie man ihn gerade braucht. Sky muss im Vergleich zum gebührenfinanzierten ORF noch viel mehr auf wirtschaftliche Planbarkeit schauen. Und ein Vertrag, der dann jedes Mal doch nicht „so streng" gehandhabt werden muss, ist das Papier nicht wert.
Warum also weiterverhandeln? Wo ist der Bundesliga-Vorstand Georg Pangl, der den ORF auf den laufenden Vertrag hinweist, der die Antwort klipp und klar vorgibt und klare Fronten schafft und somit klarstellt: Lieber ORF, da hat es gar keinen Streit zu geben! Wie schon so oft: Ein Machtwort von Pangl bleibt aus - leider! Like it? Share it! |












